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Praxis

Baustelleneinrichtung (BE)

Definition

Die Baustelleneinrichtung (BE) umfasst alle temporären Anlagen, Geräte und Einrichtungen, die zur Durchführung eines Bauvorhabens notwendig sind, von Baubüro und Lagerflächen über Zufahrten bis zu Schutzeinrichtungen. Sie ist Bestandteil der Baukosten und wird nach VOB/C, speziell ATV DIN 18299, kalkuliert und abgerechnet.

In der Praxis

Als Bauleiter musst du die BE bereits in der Angebotsphase planen und beziffern. Sie macht erfahrungsgemäß etwa 3 bis 8 % der Gesamtkosten aus. Eine schlecht organisierte Baustelleneinrichtung führt zu Verzögerungen, Sicherheitsmängeln und Nachtragspotenzialen. Dokumentation im Bautagebuch und Rechnungsabgrenzung sind zentral.

Typischer Fehler BE-Kosten werden gern mit reiner Baustellensicherung (Absperrgitter, Warnleuchten) gleichgesetzt oder gar nicht separat kalkuliert. Fast immer vergessen: Der Rückbau der BE muss vertraglich geregelt sein. Diese Kosten kommen zusätzlich und gehören von Anfang an in die Kalkulation.

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